Das ist erst der Beginn. Jetzt wirds laut!

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Der ‚Fall Andrea Geissbühler‘ machte wieder klar: Rape Culture ist auch in der Schweiz real.

Was Rape culture ist? Rape culture bezeichnet einen Teil der Kultur, die Vergewaltigungen und andere Arten sexualisierter Gewalt (Berühren, andere Formen der Belästigung) zulassen und weitgehend sogar toleriert.

Geissbühler sagte in einer Sendung auf TeleBärn, Frauen hätten Mitschuld an sexuellen Übergriffen. Dieses Phänomen – das Schieben der Schuld, Vorsorge und Prävention auf Opfer – nennt sich victim blaming. Das kommt sehr häufig vor. Wir wehren uns dagegen indem wir Fakten zeigen und unter dem Hashtags #victimblaming gegen diese Kultur verwenden.

Wie Nadja Brenneisen aufgezeigt hat, ist die Unklarheit über die Dunkelziffer nicht angezeigter Übergriffe ein grosses Problem. Statt mit dem Finger auf Frauen zu zeigen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind, sollten wir das Problem an der Wurzel anpacken. Symptombehandlung ist wichtig, Prävention ist besser.

Es ist wichtig, dass wir uns alle wehren, wenn wir Zeugen sexualisierter Gewalt oder von Sexismus werden. Sprüche, Nachpfeiffen und Begrapschen ist nicht ’normal‘ und schon gar nicht akzeptabel.

Der #SchweizerAufschrei hat mit Frau Geissbühlers Aussage begonnen, ist jedoch noch lange nicht vorbei. Jetzt wo wir eingesungen sind, beginnen wir richtig zu schreien. Umso länger, umso lauter.

Ach und übrigens: Nicht nur Männer sind dafür verantwortlich, dass die rape culture Realität ist in der Schweiz. Wir alle sind es.

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