Weiter gehts!

#auchich gebe noch meinen Senf zum #SchweizerAufschrei. Männer sollen sich ja auch gegen Sexismus wehren. Nicht nur hier in der Diskussion, sondern vielmehr auch im Alltag. Ich will sofort intervenieren, wenn in meiner Gegenwart eine Frau von einem fremden Mann angegrabscht wird. Auf sexistische, frauenfeindliche Sprüche reagiere ich verständnislos und abrupt. Auch ich will mir Gedanken darüber machen, wie der Sexismus, der den Frauen, aber auch Männern, Familien und unserem Zusammenleben als Gesellschaft schadet, gestoppt werden kann.

Und in meinen Überlegungen begegnet mir ein grosser Widerspruch. Jeder soll entsetzt sein, wenn eine Frau an der Bar unsittlich berührt oder am Arbeitsplatz ein sexistischer Spruch geäussert wird. Wenn Männer sich bei einer Prostituierten ihre ekligsten sexuellen Wünsche befriedigen lassen, scheint das mehrheitlich jedoch absolut akzeptiert und nachvollziehbar zu sein. Dass sich ein Grossteil der Männer, denen wir im Alltag auf der Strasse begegnen, an perversen bis unmenschlichen Szenen in Pornos aufgeilen ist völlig legitim. Frauen werden zur Ware degradiert und Männer haben das Recht, sich die sexuelle Befriedigung bei ihr (direkt oder indirekt) zu holen. Aber niemand schreit auf. Akzeptieren wir das? Hat das denn keinen Einfluss auf unser sexistisches Denken? Sind es nicht genau diese breit akzeptierten Möglichkeiten, die den Sexismus auf die Spitze treiben und unsere Gesellschaft in die falsche Richtung prägen? Sollten wir nicht hier ansetzen?

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